Blended Learning: Die Mischung macht’s besser

Blended-LearningIm BeitragWhy Blended Learning is Better vom eLearning Industry Blog fand ich eine  Gegenüberstellung von Merkmalen des Präsenzlernens, Blended Learning und eLearning mit einer knappen Zusammenfassung, warum Blended Learning die Vorzüge von Face-to-face Trainings und eLearning ideal vereint.

Kernaussage: Blended Learning ist für Unternehmen vorteilhaft, da es z.B. standortübergreifend und bei einer Vielzahl von Mitarbeitern und Themen effizienter und kostengünstiger organisierbar ist als reine Präsenztrainings. Für die Mitarbeiter bietet die Lernform u.a. Flexibilität und Individualität.

Neben der Kombination aus Face-to-face Veranstaltungen mit eLearning sind allerdings die Formen des Lernens wichtig, die echtes Blended Learning bietet:

  • Formales und informelles Lernen
  • Asynchrone und synchrone Kommunikation

Denn für den effektiven Einsatz von Blended Learning in Unternehmen sorgen die Erfolgsfaktoren des „integrierten Lernens“, welche auf neurowissenschaftlichen Erkenntnissen beruhen. Präsenzveranstaltungen bieten Raum für soziales Lernen und z.B. Gesprächssimulationen, doch erst die Kombination mit der Flexibilität von modernen eLearning-Methoden fördert den nachhaltigen Transfer in die Praxis.

Stichworte sind selbstorganisiertes Lernen, wiederholtes Nutzen des Erlernten in unterschiedlichen – und persönlichen – Kontexten, Kooperation und Collaboration, Wettbewerb, Motivation und nicht zuletzt das Bedienen unterschiedlicher Lerntypen*.

Doch was macht Blended Learning denn nun aus? In welchen Phasen und für welche Art von Wissen kann ich die unterschiedlichen Lernformen gewinnbringend nutzen?

Erfolgsfaktoren beim Blended Learning – ohne Anspruch auf Vollständigkeit:

  • Die Zeit vor dem ersten Face-to-face Training kann bereits vielfältig genutzt werden:
    – Erstes Kennenlernen im virtuellen Raum
    – Erwartungen und individuelles Vorwissen erfassen
    – vorbereitende Lerneinheiten und Micro-Inputs
    – Einstimmung auf das Thema mit Impulsvorträgen (Videos, TEDtalks etc.)
  • Präsenzveranstaltung: soziales Lernen, situativer Einsatz neuer Verhaltensweisen, Erlernen praktischer Fertigkeiten. Auch hier ist übrigens der Anteil informellen Lernens nicht zu unterschätzen: Mit Bewegung, Spaß und z.B. in Kleingruppen selbst erarbeiteten Themen bleibt Erlerntes haften und findet den Transfer in den Arbeitsalltag. Ein entspanntes Ambiente außerhalb des Büroalltags hilft ebenfalls enorm
  • Präsenzseminar verpasst? Lektionen und Materialien sind jederzeit verfügbar und Stoff leicht nachzuholen
  • Selbstgesteuertes Lernen: eLearning und Mobile Learning macht es möglich; Vorbereitung, nacharbeiten, vertiefen – alles im eigenen Lerntempo, passend zum individuellen Vorwissen und den eigenen Bedürfnissen. Passend zum Tagesablauf und durch Mobile Learning auch extrem flexibel und bequem
  • Lernen auf allen Kanälen: Jeder lernt anders*. In unterschiedlichen Medien und Formaten erreicht Blended Learning Menschen mit verschiedenen Vorlieben, Voraussetzungen und Kompetenzen – und Lernstilen.
  • Informelles und kollaboratives Lernen ist beim Blended Learning besonders stark ausgeprägt, da die sozialen Kontakte und gemeinsame, emotionale Erlebnisse der Präsenzveranstaltungen über Austauschkanäle wie Chat, Instant Messaging, Blogs und soziale Netzwerke verlängert werden
  • Sichtbare Lernfortschritte motivieren: Milestones des Erlernten sichtbar machen – privat und ggf. in der Lerngruppe –  ist ein wesentlicher Motivationsfaktor. Das gilt nicht nur für Ergebnisse in Online-Tests. Jede Reise beginnt mit dem ersten Schritt – wenn z.B. im Präsenztraining Mitarbeitergespräche geübt wurden, kann ein „Online-Journal“ mit Skalen helfen, Fortschritte durch die eigene Beobachtung sichtbar zu machen
  • Gamification: Leaderboards, Auszeichnungen, Missionen/Quests, die nur gemeinsam erreicht werden können – online können wir die Zeit zwischen den Präsenzveranstaltungen nutzen, um spielerischen Kampfgeist zu wecken und sowohl Teamkompetenz als auch Problemlösungsfähigkeiten zu verbessern. Begeisterung, Wettkampf und Kooperation sind wichtige Katalysatoren beim Erlernen neuer Verhaltensweisen** und motivieren auch bei eher trockenen Inhalten über längere Zeit
  • Last but not least: Feedback, Performance, Reporting und Messbarkeit: Trainer und Personalmanagement bekommen direktes, strukturiertes Feedback und Testing mit wenig Aufwand

*) Mythos Lerntypen: Obwohl die erstmals 1975 von Frederic Vester postulierten vier Lerntypen (auditiv, visuell, haptisch und intellektuell) wissenschaftlich nie belegt werden konnten kommt bis heute kaum ein didaktisch-pädagogisches Standardwerk ohne diese aus. Moderne Pädagogik spricht allerdings heute eher von „Lernstilen“, da diese nur Verhaltensweisen beschreiben. Neurowissenschaftlich belegt ist jedoch, dass Informationen am ehesten den Weg ins Langzeitgedächtnis finden, wenn sie auf möglichst vielen verschiedenen Wahrnehmungskanälen angeboten und verarbeitet werden.

**) Ohne Begeisterung lernt man absolut nichts – eine Sendung des SWR zum Thema „Wie ändere ich mein Verhalten?“ ließ den bekannten Hirnforscher Gerald Hüther eine halbe Stunde zu Wort kommen – sehr unterhaltsam übrigens. Ein Kernsatz: „Wir können nur einladen, ermutigen und inspirieren, um die kindliche Begeisterungsfähigkeit wieder zu entfachen“ (und damit Lernen zu ermöglichen).

Advertisements

Bitte lächeln :-) Smileys lösen ähnliche Reaktionen im Gehirn aus wie echte Gesichter

Offenbar hat das menschliche Gehirn die Sprache der Emoticons bereits gelernt. Sieht es ein liegendes Smiley, reagiert es darauf wie auf richtige menschliche Gesichter. Das hat eine Studie australischer Forscher ergeben.

Gaby K. Slezák’s insight:

Nicht wirklich neu, aber nun auch von Hirnforschern belegt und als nonverbales Element wichtig für die Kommunikation über digitale Medien  (E-Mail, Facebook, Chat, Powerpoint Slides etc.): Emoticons wirken auf uns  ähnlich wie echte menschliche Gesichter; d.h. wir erkennen die kleinen Smileys schneller, nehmen sie als wichtiger wahr (z.B. als den Text  bzw. die sachliche Information drumherum) und reagieren entsprechend ähnlich emotional darauf. Hier die Studie im Original

See on www.focus.de

Hirnforschung: Tanzen macht schlau?

See on Scoop.itNeuro-News für Trainer

Hirnforscher haben Tänzern in den Kopf geschaut und festgestellt: Sie trainieren wichtige Fähigkeiten und senken ihr Demenzrisiko.

Gaby K. Slezák’s insight:

Schon etwas älterer Artikel, jedoch inzwischen mehrfach belegt: Bewegung verstärkt die Enstehung neuer Nervenzellen im Gehirn (adulte Neurogenese) und führt damit vermutlich zu einer gesteigerten Flexibilität im Umgang mit neuen Situationen sowie zu einer Unterstützung von Lernprozessen. Auch dass Sport „schlau macht“ weiß man schon lang – die genaueren neurowissenschaftlichen Hintergründe kann man auf dasGehirn.info nachlesen. Aber tanzen macht natürlich noch dazu sehr viel Spaß – und das ist ebenfalls eine sehr wichtige Zutat beim Schlaumacher-Cocktail 🙂

>> Zum Artikel „Tanzen macht schlau“ auf  focus.de

Die Lust am Lernen

See on Scoop.itNeuro-News für Trainer
Buchvorstellung: Die Lust am Lernen
Peter M. Endres war Chef der Ergo-Versicherungen – ja, genau, der Typ aus der TV-Werbung, die immer kurz vor Acht im Ersten läuft, gleich nach dem Wetter – und Gerald Hüther ist Hirnforscher. [CFOworld]

Gaby K. Slezák’s insight:

Das Buch „Die Lust am Lernen“  stammt von einem ungewöhnlichen Autorenduo: der bekannte  Hirnforscher Gerald Hüther und Ex-Chef der Ergo Versicherungsgruppe Peter M. Endres diskutieren in kurzweiliger Dialogform die neue Art des Lernens, die heutige Unternehmen födern sollten. Werde ich mir anschauen und an dieser Stelle berichten.

>> Buchvorstellung lesen unter www.cfoworld.de

10 Brain Fitness and Brain Training Myths debunked

See on Scoop.itNeuro-News für Trainer

Let’s debunk top ten myths about brain fitness and brain training that remain surprisingly popular.

Gaby K. Slezák’s insight:

Schon fast ein Jahr alt, aber immer noch gültig und ein praktischer Überblick für alle, die auf diese Allgemeinplätze reagieren müssen: Die Top 10 Gerüchte und Sagen rund um Gehirnjogging und Gehirntraining und ihr Wahrheitsgehalt

>> See full article on sharpbrains.com

Multitasking ist nicht Ihr Ding? Trainieren Sie Ihre geteilte Aufmerksamkeit

See on Scoop.itNeuro-News für Trainer

Die geteilte Aufmerksamkeit lässt sich mit kognitivem Training nachhaltig steigern. Parita ist eine neue Übung auf NeuroNation, die gemeinsam mit Prof. Michael Niedeggen von der Freien Universität Berlin entwickelt wurde.“

Gaby K. Slezák’s insight:

Wer kennt das nicht  – es gibt viel zu tun und mehrere Aufgaben konkurrieren miteinander um unsere Aufmerksamkeit. Meist leidet die Qualität unserer Leistung darunter. Ob man das Jonglieren mit unterschiedlichen Aufgaben durch diese Übung von Neuronation verbessern kann, wird gerade an der FU Berlin überpüft. Probieren kann man es allemal (leicht ist die Übung nicht…)

>> Einfach kostenlos registrieren und mit der Parita-Übung die Aufmerksamkeit trainieren bei www.neuronation.de